Kirchenfunde in Buchholz (1950) und Großlittgen (1905)
Zum Vergrößern Fotos anklicken
Als Pater Placidus Rupprecht (1950-1957) die Pfarrverwaltung in Buchholz übernahm, fand er ein leeres Pfarrhaus vor. Auf der Suche nach noch brauchbaren Einrichtungsgegenständen fand er auf dem Speicher des Hauses auch die bereits 1865 im „Lagerbuch“ aufgeführte Kirchenkiste. Sie wurde schon im Jahre 1836 in Eckfeld als „Kiste zur Aufnahme von Opfergaben“ benutzt. Es war die alte Celsus Truhe aus Ingeldorf in Luxemburg. Diese kleine Kiste wurde zum Aufbewahren der Schuldtitel genutzt. Sie war mit drei Schlössern versehen und hatte auf dem Deckel drei sieben bis acht Zentimeter breite Eisenbänder, auf dem mittleren war eingraviert:
CISTA S. CELSI IN INGELDORF.
Die Frage, wie diese Kiste von Ingeldorf nach Buchholz kam, lässt sich wie folgt beantworten. Pfarrer Dominikus München aus Diekirch wird diese Truhe in den Wirren der Revolution siche gestellt haben. Durch seinen Bruder Wendelin München, dem ersten Pfarrer in Buchholz (1806-1836), wird diese Truhe nach Buchholz gekommen sein.
Die „Cista“ wurde nach Beschluss des Kirchvorstades und Genehmigung des Bischöflichen Generalvikariates für 25 DM an das Celsus-Komitee in Luxemburg verkauft.
Großlittgen
Aus der Pfarrchronik erfahren wir, dass im Jahre 1905 eine größere Umbaumaßnahme an der Pfarrkirche stattfand. Es wurden der Turmhelm neu eingedeckt, die Wände verputzt, der Fußboden im Kirchenschiff erneuert und gleichzeitig begradigt, neue Fenster eingesetzt sowie Innen- und Außenanstrich aufgebracht.
Beim Abschlagen des Putzes im Turm kamen Wandmalereien zum Vorschein, die aber aus Zeitgründen, „da die Zeit zur Fertigstellung der Arbeiten vor dem Winter sehr dränge“, zugeputzt wurden. Die Pfarrchronik berichtet weiter: „Da ferner der ursprüngliche Verputz, auf dem die Malerei aufgetragen war, übrigens sehr uneben und defekt war, so wäre an eine Erhaltung oder Restaurierung und Ergänzung der Malerei doch nicht zu denken gewesen.. Übrigens haben wir sie nicht zerstört, sie steckt nur unter dem jetzigen Verputz.“