Vom Leben auf der Niederburg in Manderscheid
Die Niederburg und die sie umgebende Grafschaft Manderscheid gehörten bis zur Französischen Revolution zum luxemburgischen Territorium
Im Herzog von Croy`schen Archiv in Dülmen befinden sich interessante Dokument, die einen Einblick geben in das Leben auf der Burg Manderscheid.
Auszug aus der „Küchen Ausgab“ der Köchin Therese Hemmerling für eine Woche ab dem 28. März 1765:
19 Maß (je 1,788 Liter) „gute“ Milch, 7 Maß „schlechte“ Milch, 9 Viertel Eier, 18 Stück Zitronen, Salat, 2 Kapaun, 16 junge Hähnchen, 8 Tauben, 160 Krebse, 2 Pfund Salm, 4 Pfund Hecht, Senf. Die Kosten beliefen sich auf 18 Thaler, 49 Albus und 8 Heller.
Darin eingerechnet waren noch nicht die Ausgaben für andere Fleischsorten. Die Grafen bevorzugten Ochsenfleisch, Kalb- und Lammfleisch. Eine Abrechnung vom 31. März 1761 notierte für das erste Vierteljahr eine Gesamtausgabe für Fleisch in Höhe von 216 Gulden und 16 Albus.
Gehälter der Bediensteten (für die erste Jahreshälfte 1761)
Leutnant Hensgen, 100 Thaler, Cammer diener Spiekernagel, 30 Thaler, Hof Capelan Hofmann, 33 Thaler, Gärtner Sadlmeyer, 25 Thaler, 6 Hörige, je 10 Thaler, Kutscher, 15 Thaler, Vorreiter , 10 Thaler, Haus Knecht, 11 Thaler, Pförtner, 6 Thaler, Gouvernante, 13 Thaler, Cammer Jungfer Mowießen, 13 Thaler, Cammer Jungfer Mariette, 10 Thaler, Köchin Hemmerling, 50 Thaler, Stubenmädchen Baberle, 6 Thaler, Stubenmädchen Marie, 6 Thaler, Stuben Mädchen Marie Catherine, 6 Thaler, Haus Magd Margreth, 5 Thaler.