Zur Postgeschichte des Raumes Manderscheid
Teil 2 (Fotos durch Anklicken vergrößern)
Die Postbusse
Nachdem die Postkutschenverbindungen nach Eröffnung der Eisenbahn-Nebenstrecke Wittlich-Daun 1910 eingestellt worden waren, fuhr noch eine Zeitlang eine Kutsche zu jedem im Bahnhof Manderscheid-Pantenburg eintreffenden Zug.
Am 18. August 1925 verkehrte zum erstenmal ein Omnibus auf der neu eingerichteten Kraftpostlinie Gerolstein-Manderscheid-Pantenburg-Bahnhof, die dem Postamt Manderscheid unterstellt war. Diese Verbindung musste wegen der Kriegsverhältnisse zum 1. Juni 1943 eingestellt werden.
Am 1. Juni 1949 richtete man dann drei neue Kraftpostlinien ein:
Manderscheid-Pantenburg Bhf. (4,4 km)
Manderscheid-Oberstadtfeld-Gerolstein (26 km)
Manderscheid-Meisburg-Gerolstein (39,5 km)
Die Linien wurden mit 4 Bussen und 7 Kraftwagenführern betrieben.
Bis 1915 befand sich das Manderscheider Post-Dienstgebäude in einem Haus gegenüber der heutigen Rathauspraxis. Dann erfolgte der Umzug.
Im April 1934 wurde aus der Manderscheider Post eine Zweigestelle von Wittlich. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Post mit den ihr unterstellten Orten Bettenfeld, Meerfeld, Deudesfeld, Meisburg, Schutz, Bleckhausen, Niedermanderscheid, Pantenburg und Eckfeld ihre größte verwaltungsmäßige Ausdehnung.
Nach einer kurzen Zeit der Selbständigkeit nach dem 2.Weltkrieg wurde die Manderscheider Post 1959 wieder eine Zweigstelle von Wittlich.
Beide Blog-Beiträge zur Postgeschichte beruhen auf den Aufzeichnungen von Johann Leinen, dem ehemaligen Chef der Manderscheider Post.